Es gibt kein "Möbelleder" als solches, sondern es gibt sehr viele Lederarten, die auf Möbeln verarbeitet werden.
Grundsätzlich werden aber Rindsleder bei Polstermöbeln verarbeitet. Es gibt sehr seltene Ausnahmen wo Schafsleder verarbeitet werden. Im "normalen" Möbelhaus wird man aber kein Schafsleder erhalten.
Diese Rindsleder gibt es bei Möbeln in allen Gerbverfahren, Herstellungs- und Färbverfahren und Preisklassen. Von hochwertigen Anilinledern bis zu beschichteten Spaltledern oder Kunstledern werden alle Materialien verarbeitet.
Mit Glattleder bezeichnet man alle Lederarten, deren Narbenseite nach außen verarbeitet ist, unabhängig von der Stärke der natürlichen Narbung des Tieres. Kalbsleder haben eine sehr flache Narbung, Krokodilleder eine sehr starke Narbung. Die Oberseite ist aber immer ein "Glattleder".
Glattleder können gedeckt (auch: pigmentiert) oder offenporig (Semi-/Anilinleder) sein und weisen je nachdem unterschiedliche Eigenschaften, etwa im Verhalten gegenüber Anschmutzung und Nässe, auf.
Rauleder sind in der Oberfläche geschliffene Leder mit einer mehr oder weniger samtigen Oberfläche. Die Vorteile sind ein angenehm warmer Griff und eine schöne Struktur. Der Nachteil ist die Empfindlichkeit. Rauleder wird mit der Zeit glänzend und speckig, es kommt leichter zu Flecken, und es bleicht schneller aus.
Narbenseitig geschliffenes Rauleder wird als Nubuk bezeichnet, Rauleder aus dem Fleischspalt nennt sich Velourleder.
Kunstleder gibt es schon seit vielen Jahrzehnten. Da Leder ein teures Material ist und durch die Narben und Schäden auf Leder und die unregelmäßige Außenkontur einer Lederhaut die Verschnittkosten sehr hoch sind, wurde schon immer versucht, eine Lederoberfläche durch ein Substitutionsmaterial darzustellen. Kunstleder werden in fast allen Bereichen, wo auch Leder eingesetzt wird, verarbeitet: bei Schuhen, Bekleidung, Möbeln oder Fahrzeugleder.